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Hier blogge ich rund um die Themen Social Media, Online Marketing und soziales Netzwerken.

Kann man ohne eigenes Blog erfolgreich bloggen?

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 12 Sekunden

Kann man ohne eigenes Blog erfolgreich bloggen?

Meike Leopold von start-talking.de hat zur Blogparade Erfolgreich bloggen ohne eigenes Blog aufgerufen.
 
Diese Blogparade läuft nur noch bis zum 15. Februar 2016 und wer mitmachen möchte, sollte noch schnell in die Tasten hauen.
 
Ich finde dieses Thema sehr spannend und auch die Fragen dazu, die Meike in ihrer Blogparade dazu gestellt hat, sind mehr als interessant. In diesem Element fühle ich mich so wohl wie ein Fisch im Wasser.
 

Erfolgreich bloggen

 
Echte Blogger bloggen um des bloggen willens und sind mit Herz und Seele Blogger. Ein Blogger ist demnach eine Person, der auch dann schreiben würde, wenn es gar keine Blogs geben würde.
 
Einem solchen liegt es im Blut, kein „Blatt vor dem Mund“ zu nehmen. Themen offen und ehrlich ansprechen, wie sie sind und nicht, wie manch einer sie gerne hätte. Jederzeit zu dieser Meinung stehen – SO holt man auf dieser Reise die Kunden am besten ab.
 
Viele Leute schreiben nicht, weil sie schreiben wollen, sondern nur, weil sie marketingtechnische Ziele verfolgen. Deswegen sind sie aber noch keine Blogger. Sie bloggen, weil sie bloggen müssen, nicht weil sie bloggen wollen.
 

Gedanken, die der Leser sehen und fühlen kann

 
Sascha Lobo ist wohl der populärste Blogger unter den Bloggern! Mit seinen polarisierenden Beiträgen ist er überaus erfolgreich und seine Beiträge bewegen die Welt. Beispiel: Die Mensch-Maschine: Hilferuf an die mindestens durchschnittlich Begabten
 
Ein Blogger aus Leidenschaft erzeugt mit seinen Beiträgen eine dicke Gänsehaut, die auch nach Stunden nicht verschwindet und sich fest in das Gedächtnis verankert. Egal, wie schwer das Thema auch ist; Walter Epp von Schreibsuchti.de hat dazu DIE perfekte Anleitung:
 
Wie du ein spannender Blogger in einer langweiligen Nische wirst
 
Solche Beiträge zähmen das wilde Tier in jedem, der sich seiner Leidenschaft ebenfalls hingeben möchte und noch keinen Weg gefunden hat, dieses wilde Tier zu zähmen. Emotionen zu wecken, um die notwendigen Stellschrauben zu finden, sind der Schlüssel zum Erfolg! DAS ist die hohe Kunst des Bloggens!
 
Mein nächster Lieblingsblogger ist Sven Lennartz von Conterest.de. Seine Beiträge sind brutal ehrlich und er spricht Dinge an, wie er sie sieht, nicht, wie andere sie gerne sehen würden. Diese Art und Weise schmeckt nicht jedem!
 
Investition
 
Da ich ursprünglich vor hatte, ein eigenes Blog als Haus oder Eigentumswohnung zu beschreiben, hat mir Sven Lennartz mit seinem Beitrag den kompletten Wind aus den Segeln genommen. Danke Sven, der Vergleich die Alternative zum eigenen Blog als One-Night-Stand zu sehen, ist definitiv auch meine Sichtweise!
 
 

Die eigene Website oder Blog als Hauptquartier

 
Der erfolgreiche Blogger besitzt eine eigene Website oder Blog! Allerdings hat Claudia Dieterle im Zuge der Blogparade schöne Praxis Beispiele aufgezählt, dass manche Blogger kein Hauptquartier benötigen und dennoch wertvollen Content bieten. Gastbeiträge auf anderen Blogs und Websites zu veröffentlichen ist eine hervorragende Zwischenlösung.
 
Diese Aussage von Claudia kann ich an dieser Stelle definitiv unterstreichen, denn in meiner Wochenschau entdecke ich ebenfalls sehr viele Perlen, die oftmals keine eigene Website besitzen.
 

Drum prüfe wer sich ewig bindet

 
Anfänger sollten die Chance der kostenlosen Blogs nutzen und sich ausgiebig „die Hörner abstoßen“! In dieser Übergangs-Phase finden sie heraus, ob es machbar wäre, hilfreiche Inhalte zu produzieren und die eigene Sichtbarkeit bei Google und Co. zu stärken.
 
Plan
 
„Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Besseres findet“ sollte mit einem festen Zeitrahmen angepeilt werden, um das Ziel für den eigenen Blog nicht aus den Augen zu verlieren. Oftmals ist es aber schon zur Gewohnheit geworden, die kostenlosen Blogs als Dauer-Medium zu nutzen.
 
So sicher wie das Amen in der Kirche sind auch Google´s Wege! Oft kaum oder nur schwer nachvollziehbar werden vertraute Funktionen „aus dem Verkehr gezogen“! Was wäre, wenn Google die kostenlosen Blogs von heute auf morgen ohne Ankündigung einfach abschalten würde? Viele lesenswerte Beiträge mit überaus wertvollen Content wären für immer weg.
 
Etablierte Blogs und leidenschaftliche Blogger werden die große Bereicherung der Blogosphäre bleiben. Mit ihrem Durchhaltevermögen und Stil, ihrer Hartnäckigkeit und der Liebe zum bloggen um des bloggen willens werden sie auch weiterhin viel Wert darauf legen, WO und WIE sie ihren Content verteilen!
 
Immer mehr Blogger werden sich weiterhin vernetzen, diese Strategie sollten definitiv auch Unternehmen und Solopreneure aufgreifen. In meinem Beitrag, warum Unternehmen bloggen und sich vernetzen sollten, bin ich mehr als ausführlich darauf eingegangen.
 
Auch Jan Pötzscher geht mit seinem Beitrag zur Blogparade auf den wichtigen Hinweis ein, dass Corporate Blogging nicht auf externen Plattformen stattfinden kann!
 

Wer ein Blog hat ist noch lange kein Blogger

 
Ist man schon ein Blogger nur weil man einen Blog hat? Viele Leute schreiben nicht, weil sie schreiben wollen, sondern nur, weil sie marketingtechnische Ziele verfolgen. Deswegen sind sie noch keine Blogger, denn wirklich gerne bloggen sie nicht!
 
Die Bedeutung von Blogs hat sich pauschal geändert! Zunehmend wird ein guter Blog immer mehr danach beurteilt, wie hoch die finanzielle Investition dafür war. Es ist fatal, davon auszugehen, dass die Größe sowie das Erscheinungsbild und die Technik dahinter ausschlaggebend für einen erfolgreichen Blogger wäre.
 
Hinter vielen optisch weniger ansprechenden Erscheinungen und weniger funktional ausgestatteten Blogs verstecken sich wahre Wortkünstler, die nur darauf warten, entdeckt zu werden! In dem Sinne sollte man Blogs nicht danach beurteilen, wie intensiv unter der Motorhaube geschraubt wurde, um den Motor zu tunen.
 

Die Publikation auf Dritt-Plattformen

 
Veröffentlichungen per Facebook Notizen machen augenscheinlich einen netten Eindruck. Aber da Facebook schon einmal die Umfrage-Funktion ins Nirwana geschickt hat, weil Umfragen „angeblich“ zu selten genutzt wurden, sollte man sich nicht zu sehr darauf verlassen, dass diese dauerhaft bestehen bleiben.
 
Es ist wie mit einer flüchtigen Begegnung, nach einem schnellen Quickie trennen sich die Wege wieder. Man ist zu nichts verpflichtet und wenn man sich zufällig begegnet, könnte man den Quickie von damals vielleicht wiederholen.
 
Medium erweckt schon eher den Anschein, als könnte sich etwas Ernstes aus dieser Begegnung entwickeln, denn es gibt mittlerweile schon ein WordPress Plugin für Medium. Die Tatsache an sich, dass sich die Entwickler von Medium für die Belange der Blogger interessieren, spricht für sich. Mal sehen, welche weiteren Funktionen hinzu kommen werden.
 
Die neuen Angebote werden zwar getestet und genutzt, aber eine reelle Chance, Blogs auf Dauer abzulösen haben sie jedoch nicht. Denn so wie es aussieht, sind selbst-gehostete Kommentare ein wichtiger Rankingfaktor. Somit ein weiteres und überaus starkes Argument für selbst-gehostete und gegen extern ausgelagerte (Disqus & Co.) Kommentare. Quelle: meta description und Kommentare als Rankingfaktor.
 
Die Frage ob man wirklich eigenen Content-Hub braucht, versteht sich wohl anhand meiner bisherigen Ausführungen. Das Netz ist mittlerweile prall gefüllt, wenn es darum geht, nach bestimmten Lösungen für ein Problem suchen. Es wird von daher auch künftig niemand darauf verzichten, „seine“ Lösungen interessanter zu gestalten.
 

If it ain’t broke, don’t fix it!

 
Man soll nicht reparieren, was nicht kaputt ist, alleine deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass wir zukünftig nicht mehr von „Blogs“ sprechen werden, im Gegenteil. Seit 1990 existiert dieser Begriff rund um die Online-Tagebücher und ist seit über 26 Jahren ein fester Bestandteil im Leben eines Bloggers geworden.
 
Es gibt zwar Ansätze, die behaupten, dass sich Apps durchsetzen werden und Websites, Blogs usw. verschwinden. Aber das wird noch gefühlte Jahrhunderte dauern, falls das überhaupt eintrifft.
 
Wie sagt man doch so schön? Never Change a Running System!

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Tina Gallinaro

Inhaberin bei Extrawerbung
Ich unterstütze kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg ins Social Web. Du hast Fragen zu den sozialen Netzwerken? Kontakt: Tel. +49 7356 9232929

15 Kommentare

  1. Liebe Tina, vielen Dank für deinen engagierten Beitrag, ich habe ihn mit Freude gelesen! lg, Meike

    • Hallo Meike, in dem Falle habe ich zu danken. Das Thema war wirklich spannend und so ich richtig ausgiebig darauf eingehen. Bitte mehr davon 😉 LG Tina

  2. Liebe Tina, ein wunderbarer Artikel, der die Fragestellung interessant behandelt. : )

    • Hallo Daniela, ich mag Blogparaden, besonders die, wo man sich ausgiebig auf ein Thema einlassen kann. LG Tina

  3. Liebe Tina,
    ein sehr schöner Beitrag!
    Die Beiträge, die einfach nur aus dem Marketing- oder Rankinginteresse geschrieben werden, liest ja doch im Endeffekt niemand gern auf Dauer.
    Nur wer wirklich etwas zu sagen hat, Leidenschaft mitbringt wird auch gelesen und Erfolg haben.
    Danke für Deinen Input!

    • Hallo Silke, dankeschön für Dein Feedback. Ich persönlich verliere mich in Beiträgen, die aus einem gesunden Mix aus Leidenschaft und Marketing bestehen. Dann spürt man wirklich ob man einen Blogger vor sich hat oder eben nur jemand, der sein Ranking bei Google stärken will 😉 Was aber wäre, wenn es Google gar nicht geben würde? Würden diese „Blogger“ dann noch weiter bloggen? Ich glaube eher nicht..
      Ich wünsche Dir einen recht erfolgreichen Start in die neue Woche.
      LG Tina Dir

  4. Liebe Tina,
    selbstverständlich kann man auch ohne eigenes Blog erfolgreich bloggen. Ich selbst konnte es bisher zweimal unter Beweis stellen, indem ich deinen erfolgreichen Blog nutzte.

    • Hallo Dietmar. Diesen Punkt hatte ja auch Claudia Dieterle angesprochen: Gastbeiträge veröffentlichen sind ebenfalls eine hervorragende Zwischenlösung 😉
      LG Tina

  5. Hallo Tina,

    ein gelungener Beitrag zur Blogparade. Gut gemacht, wie Du auf Beiträge von anderen Teilnehmern eingegangen bist und Deine Meinung dazu geäußert hast.
    Danke auch für die Erwähnung meines Beitrags. Ich denke, dass es zwar immer mehr Möglichkeiten geben wird zu bloggen, aber der eigene Blog dadurch nicht an Bedeutung verliert.

    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia, vielen Dank für Dein Feedback. Die anderen Beiträge zur Blogparade waren so spannend, dass ich gar keine andere Wahl hatte, sie im Beitrag mit einfließen zu lassen 😉
      LG Tina

  6. Hallo Tina,

    Ganz gelesen, ohne quer und schnell.
    Ein cooler Beitrag. Viele Denkanstöße zum Thema. Ich denke, dass es auch Möglichkeiten ohne Blog gibt und trotzdem gute Inhalte zustande kommen. Die Frage ist nun, wie lang und wie aufwendig ein guter Beitrag sein muss. Reichen womöglich 140 Zeichen? Oder wie von dir erwähnt, Als reiner Gastblogger zu leben nur um des Schreiben wegens?
    Ich glaube, dass wäre auch ein Thema für die Pyramideneulen-Welt.

    Grüße
    Normann

    • Hallo Normann,
      wenn ich schreibe und tief im Thema drin bin, muss ich mich wirklich hin und wieder ausbremsen, weil ich die Lesezeit und letztendlich auch die Geduld meiner Leser nicht überstrapazieren möchte. Mit 140 Zeichen käme ich definitiv nicht aus!
      Wenn man dazu den genialen Fragebogen von Gitte Härter vor Augen hat, könnte es auch schon mal ein etwas längerer Beitrag werden 😉 Texte beurteilen aus Lesersicht – wirklich genial!
      LG Tina
      P.S. Wenn du ebenfalls an der Blogparade teilnehmen möchtest, dann hau schnell in die Tasten. 😉

  7. Hi Tina,

    zuerst in fremden Blogs Erfahrungen zu sammeln, ist sicherlich keine schlechte Idee. Ich hatte zwischenzeitlich auch mal keinen Blog und habe deswegen im Mael Roth Blog ein Zuhause gefunden.

    Auf Dauer ist es keine Lösung (je nach Ziel). Auch fremde Plattformen würde ich nur als Zusatz empfehlen, die Homebase ist der eigene Blog – nur so wird dieser zu einem richtigen Informationsschatz mit Geschichte (für das Unternehmen, den Blogger, die Leser…).

    Der Unbounce Blog läuft ein halbes Jahr und wir spüren, dass es einfach das Herzstück unserer Verbindung zur Community ist. Webinare, Podcast, Social etc. ergänzen gut, aber naja, du siehst ja – auch wir beide tauschen uns heute über deinen Blog aus. :)

    Wegen Apps: Ja, mobile wird stärker, aber wir werden weiterhin Blogs konsumieren. Wahrscheinlich wird das Erstellen einer eigenen App so leicht wie einen WordPress Blog zu installieren – und somit kann jeder zum Publisher auf Mobile Devices bzw. in App Stores werden.

    Liebe Grüße,

    Ben

    • Hallo Ben. Wenn man fremde Blogs als „Sprungbrett“ für die eigene Karriere nutzt, ist dies sicherlich ein sehr guter Weg.
      Den Unbounce Blog lese ich sehr gerne und ab und an komme ich sehr gerne mal stöbern.
      LG Tina

  8. Hey Tina!
    Das ist mal wieder ein amüsanter Blogbeitrag.
    Auch das Zitat von Schwarzenegger ist interessant.
    Ich habe seit geraumer Zeit auch ein WordPress-Blog, mein Ziel war zu nächst aus der technischen Hinsicht. Wie funktioniert die Plattform, was muß ich beachten, welche Plugins setze ich ein. Dabei ist seit dem immer wieder eines mir aufgefallen. Ich stellte mir die Frage, was schreibe ich denn?
    Immer wieder sind mir einige Themen eingefallen, und habe angefangen Blogbeiträge zu schreiben. Nur ein Bruchteil habe ich veröffentlicht, da mir gute Zutaten gefehlt hatten, Text-, Bild,- oder Video Material, gefielen mir einfach nicht. Also dachte ich mir, ich brauch es nicht veröffentlichen.
    Ich sehe mich nicht unbedingt als Blogger, Blogger sind wie Redakteure einer Zeitung, diese kommen nicht ohne Papier und Druckerschwärze aus, also den Drucker… 😉

    Wer sich mit dem Bloggen auseinander setzen möchte sollte evtl. zunächst klein anfangen und nicht gleich mit WordPress. Viele gängigen Websiteprovider bieten WordPress als „one Click“ Installation an, und wenn man dies nun gemacht hat, ist man nun in den Fängen des Produkts WordPress. Vieles muß händisch konfiguriert werden, Backups, Plug Ins und die Version von Wordpres müssen aktualisiert werden. Eigentlich kommt man fast nicht dazu um geeigneten Content zu kreieren. Nein, da stimmt nicht, man muß seine Muse finden.

    Gleichzeitig muß ich Arni widersprechen, es kann sein das du dein Schiff im Hafen, Flugzeug im Hangar oder deinen Ferrari in der Garage hast, und weisst nicht wohin, aber es gibt Momente, dann schipperst du mit dem Schiff, fliegst mit dem Flugzeug oder fährst mit dem Ferrari auf das Geratewohl hinaus. Nun kommst du an Orte die du mit einem Plan nie gesehen hättest. So ungefähr geht es mir mit meinem WordPress-Blog, und diese Erfahrung möchte ich nicht missen.

    Schlucke ich nun die blaue oder die rote Pille?

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