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Hier blogge ich rund um die Themen Social Media, Online Marketing und soziales Netzwerken.

Keine Zeit für Social Media? Dann lasst es lieber bleiben!

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 21 Sekunden

Keine Zeit für Social Media? Dann lasst es lieber bleiben!

Täglich kommen Anfragen rein, ob ich nicht für ein Unternehmen die komplette Social Media Betreuung übernehmen könnte. Immerhin habe man wegen dem beruflichen Alltag keine Zeit, sich auch noch mit den sozialen Netzwerken auseinander zu setzen.
 
Viele Unternehmen wollen einfach nicht verstehen, das man Social Media nicht komplett auslagern kann. Diese Gespräche habe ich leider regelmäßig und heute möchte ich gerne erklären, warum dies nicht geht. Insofern hoffe ich zukünftig auf Verständnis meinen Anrufern gegenüber, wenn ich mal wieder einen Auftrag ablehnen muss.
 

Wer für Social Media keine Zeit hat, soll es bleiben lassen!

 
Oftmals meldet man sich bei mir, weil man keine Zeit für Social Media Aktivitäten hat. Wenn ich jetzt und hier eine Statistik aufstellen würde, dann könnte ich zeigen, das in 9 von 10 Fällen mein Anrufer keinerlei Interesse daran hat, sich mit den Kontakten zu vernetzen, fremde Beiträge zu teilen, geschweige denn Lust auf eine Gruppenaktivität hat.
 
Man will selber nicht präsent sein, diese unangenehme Pflicht soll ein externer Dienstleister übernehmen, damit Produkte gekauft oder Dienstleistungen in Anspruch genommen werden.
 
Es zählen die Zugriffszahlen und die Anzahl der Kontakte, denen man täglich die Links um die Ohren hauen kann.
 
So funktioniert Social Media NICHT!  Heute nicht, in ein paar Jahren nicht, niemals! Das soziale Netz lebt vom Teilen und liken fremder Beiträge und geteilt werden!
 

 

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg

 
Wer kennt das nicht? Ein stressiger Arbeitsalltag ist vollbracht und nach Feierabend verlangt die Familie ihre Aufmerksamkeit. Ehe man sich versieht, ist es Zeit, dem Körper den wohlverdienten Schlaf zu gönnen. Der Tag hat ja leider nur 24 Stunden.
 
Die Wochenenden und Feiertage stehen voll im Zeichen der Entspannung und Erholung. Das ist eine sehr gesunde Lebenseinstellung und dies ist nach einer stressigen Arbeitswoche oftmals bitter nötig.
 
Mittlerweile lasse ich die Ausrede, man habe keine Zeit, nicht mehr durchgehen. Es bleibt immer eine halbe Stunde am Tag übrig, einen kurzen Blogbeitrag zu schreiben, sich den Kontakten in den sozialen Netzwerken zu zeigen und die Kommunikation aufrecht zu erhalten.
 
Dank Smartphones und Apps kann man sogar von unterwegs aus etwas dazu beitragen. Andere erfolgreiche Unternehmen machen es doch auch…
 
Damit meine Anrufer ein gewisses Bild davon bekommen, wie man sich professionell darstellen kann, verweise ich immer auf befreundete Kontakte. Werner Deck und Matthias Schultze sowie Ludger Freese und Heike Schauz, Harald Keller und Heike Eberle, Volker Geyer und Michael Mester, Nicole Meurer sowie Rechtsanwältin Dr. Cornelia Gruner.
 
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Dies nur sind einige Beispiele von vielen – jedoch haben sie alle eins gemeinsam: Sie sind Vorzeigebeispiele dafür, das man keinen externen Dienstleister benötigt, um präsent zu sein.
 

 
Dabei haben diese erfolgreichen Unternehmen durchweg einen ausgefüllten Arbeitstag – sie lassen ihre Kontakte daran teilhaben und GENAU DAS macht sie so erfolgreich!
 
Mit einem Blog werden die Erlebnisse aus dem Unternehmer Alltag festgehalten und ich finde, sie machen das richtig gut! Hier wird keine aufdringliche Werbung gepostet, sondern hilfreiche Tipps und weitere interessante Beiträge, wo der Leser Lust auf mehr bekommt.
 
 

 

Ein externer Dienstleister muss her

 
Viele Unternehmen haben zur hilfreichen Unterstützung einen externen Dienstleister an ihrer Seite. Das ist legitim und auch in keinster Weise peinlich. Im Gegenteil, es gibt viele Dinge, die man alleine nicht bewältigen kann.
 

 
Die wichtigsten Grundvoraussetzungen:
 
Wenn ein externer Dienstleister die Stimme eines Unternehmens sein soll, muss er im Betrieb und in engem Kontakt mit dem Verantwortlichen und den federführenden Mitarbeitern stehen.
 
Ein externer Dienstleister kann ein Unternehmen begleitend unterstützen, aber niemals die komplette Arbeit des Unternehmens erledigen!
 
Der externe Dienstleister sollte Branchenkenntnisse besitzen oder zumindest eingelernt werden! Man kann von niemand erwarten, sich in allen Berufsgruppen aus zu kennen.
 
Das jeweilige Unternehmen muss Interesse daran haben, was um ihn herum in den sozialen Netzwerken passiert. Wer sich nicht für seine Kontakte interessiert, darf sich nicht wundern, wenn die Kontakte sich nicht für das Unternehmen interessieren!
 

Social Media erfolgreich betreiben heisst:

 
Man bewegt sich wie in den sozialen Strukturen einer gut funktionierenden Familie. Im überwiegenden Teil der Kommunikation geht es um Ihr Interesse an den Themen der anderen. Und zwischendurch, spätestens wenn danach gefragt wird, tragen Sie mit Ihrer beruflichen Kernkompetenz zu einer Lösung bei.
 

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Gerne bin ich und viele meiner Kollegen bei der Unterstützung Ihrer Social Media Aktivitäten behilflich. Jedoch sind uns ohne Ihr Mitwirken die Hände gebunden.
 
Sie haben Fragen zu diesem Thema? Gerne beantworte ich diese in den Kommentaren..
 

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Ich unterstütze kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg ins Social Web. Du hast Fragen zu den sozialen Netzwerken? Kontakt: Tel. +49 7356 9232929

26 Kommentare

  1. Ein wunderbarer Artikel, der mir aus dem Herzen spricht.

    Am besten hat mir die Aussage gefallen, dass für viele nur die Kontakte zählen, denen man „die Links um die Ohren hauen“ kann. Die viel-hilft-viel Mentalität (viele Kontakte, die viel Werbe-Input bekommen) ist weit entfernt vom wirklichen Social Media Marketing.

    Meiner Ansicht ist es kein Zeitproblem sondern eine Frage der Grundhaltung und Wertschätzung gegenüber seinen Kunden, ob man selbst Zeit in die Social Media Kommunikation investiert oder sie komplett abgeben möchte.

    Danke für die offenen Worte!
    Iris Brucker

    • Liebe Iris Brucker,
      so ging es mir beim Lesen des Artikels auch. Wenn Social Media nicht als „social“, sondern als reine Werbeplattform verstanden wird, geht’s nach hinten los.
      AD Tina Gallinaro: ein sehr lesenswerter Artikel 😉
      Es grüßt
      Sandra Meinzenbach

  2. Liebe Tina Gallinaro,

    sehr deutlich und zutreffend beschrieben. Ich kann dazu nur sagen: Stimmt alles zu 100 Prozent!

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

  3. Hallo Tina Gallinaro!

    Mir ist in den letzten Jahren schon häufig die Frage gestellt worden, Social Media-Aktivitäten zu übernehmen als extern Beauftragter.

    Und ich habe stets abgelehnt. Zu groß ist die Unkenntnis über Funktionalität und notwendige Vorgehensweisen in Sachen Social Media seitens der meisten Unternehmen. Und damit Unzufriedenheit vorprogrammiert.

    Meine Vorgehensweise in solchen Gesprächen: Eine kurze Situationsschilderung mit zwei anschließenden Fragen.

    Stellen Sie sich vor, Sie könnten einen sehr großen Kunden potenziell zu einer Zusammenarbeit bewegen. Das daraus resultierende Auftragvolumen wäre für Ihr Unternehmen signifikant.

    Würden Sie einen AzuBi oder “Leiharbeiter“ in das Gespräch schicken?

    Oder Ihre ganze persönliche Erfahrung und Ihr KnowHow in die Waagschale werfen – und dieses Gespräch selber führen?

    Die Situationsschilderung in Verbindung mit den beiden Fragen half, zumindest die Tragweite dessen worüber man spricht, wenn man über Social Media spricht, zu installieren.

    Mit besten Grüssen
    Jörg Mersmann

    • Hallo Jörg, ja, das muss wirklich erst mal in den Köpfen der Leute rein. Scheint noch ein langer Weg bis dahin zu werden 😉
      LG Tina

  4. Bei einem Vortrag in Berlin habe ich mit Leuten von „Mercedes-Benz“ und „Siemens“ über deren Social Media Arbeit gesprochen. Sie sagten mir, wie schwer es ist in großen Konzernen ist über deren Arbeit zu schreiben. „Ihr kleinen seit uns voll überlegen! Ihr könnt schnell und erfolgreich im Netz agieren. Das geht bei uns leider nicht! Für ein Posting brauchen wir bis zu 14 Tage!“
    Ein Uhrmachermeister erzählte mir: „Seit ich im Netz aktiv Social Media mache, verkaufe ich weltweit und das nur, weil ich authentisch über meine Arbeit schreibe!“ Was will man mehr erreichen! Social Media lebt von der Schnelligkeit, dem Erlebten und dem Weitererzählen! Das kann man nur schwer auslagern.

  5. Das sind wahre Worte Tina Gallinaro,

    dazu eine kleine Geschichte, die ich kürzlich selbst erlebt habe.

    Gerade vor ein paar Wochen hatte ich ein Gespräch mit einem Küchenbauer aus meiner Region (Wir kennen uns aus einem offline-Netzwerk, dem wir beide angehörten). Als ich ihm von meinen Social-Media Aktivitäten erzählte, wurde er neugierig und wollte das auch. Seine spontane Frage lautete: Was kostet das und wann machst Du mir das…

    Als ich ihm erklärte, dass ich diese Arbeiten nur für mein eigenes Unternehmen durchführe, vereinbarten wir trotz dem einen separaten Gesprächstermin. An diesem Tag wollten wir gemeinsam erörtern, welche Social-Media Kanäle sich für sein Unternehmen eignen und was er dafür zu tun habe. Gesagt-getan.

    Als ich dann zum festgelegten Termin bei ihm war, dauerte das Gespräch etwa nur 45 Min. Denn schon nach ganz kurzer Zeit stellte er fest, dass das mit Arbeit verbunden ist. Ich war erst einmal verblüfft. Selbst z.Bsp. Pinterest wo er seine individuell aufgebauten Küchen zur Schau stellen kann, war plötzlich zu viel Arbeit. (Pinterest deshalb, weil er selbst keine Bilder in ein Fotoalbum auf seine Webseite hochladen kann und die Agentur recht hohe Summen für diese Leistungen haben wollte. Den Dienstleister zu wechseln geht nicht ohne weiteres, da die Webseite innerhalb eines Verbundes liegt und daher zentral verwaltet wird.) Das nur als Beispiel, andere Möglichkeiten kamen für ihn gar nicht mehr in Betracht.

    Er und sein „Betriebsleiter“, so nenne ich ihn mal, er war bei dem Gespräch dabei, kamen sehr schnell zu dem Entschluss, auf keinen Fall zusätzliche Zeit investieren zu wollen. Dazu seien sie keinesfalls bereit. Geld in die Hand zu nehmen das Thema „Social-Media“ teilweise auszulagern kam auch nicht in Frage. Sie leben gut von der „Mund zu Mund“ Propaganda und wachsen wollen sie nicht. Nun, das nenne ich eine Entscheidung und eine Aussage.

    Ehrlich gesagt war ich sehr verdutzt, denn ursprünglich war ja großes Interesse da. So hatte ich neben dem Gespräch, sowie der hin und her Fahrerei einen privaten Zeiteinsatz von etwa 3 Std. die ich mir hätte sparen können. Aber die Freude daran, andere zu motivieren und sie dazu zu bringen, erst einmal klein anzufangen hab ich trotzdem nicht verloren. Es gibt genug dankbare Menschen, die das anders sehen.

    Zu guter Letzt, möchte ich mich natürlich noch ganz herzlich bedanken, liebe Tina Gallinaro, dass ich in Deinem Beitrag einen Platz gefunden habe und Du mich als ein gutes Beispiel für Social-Media Aktivitäten im Handwerk nennst. Das freut mich sehr und spornt natürlich an, diesen Weg weiter zu gehen.

    DANKE :):)

    Sonnige Grüße
    Michael Mester

  6. Liebe Tina,

    auf den Punkt gebracht, super Artikel.
    Social Media ist IMMER mit Zeitaufwand für das Unternehmen verbunden, da, wie du schreibst, ein externer Dienstleister „eingelernt“ werden muss.

    Und mit dem Einlernen und Kennenlernen der Branche ist es noch nicht getan, denn der externe Dienstleister muss regelmässig mit aktuellen Informationen versorgt werden.

    Ich biete mittlerweile nur noch Beratung und Unterstützung an, einerseits aus Zeitgründen, andererseits genau aus den von dir genannten Gründen.

    Ich finde es klasse, dass du hier so klare Worte sprichst und hoffe, dass das dazu beiträgt, deine Statistik positiv zu verändern 😉

    Liebe Grüße
    Jutta

    • Hallo Jutta
      Klare Worte sind wirklich notwendig denn man kann und darf Social Media nicht einfach so schönreden. Von daher hoffe ich auch inständig, das sich meine Statistik bald positiv verändert 😉

  7. Liebe Tina,

    mit diesem Artikel hast Du den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen. Social Media kann man unmöglich auslagern, jedenfalls nicht die essenziellen Dinge. Das sehen übrigens alle so, die im Netz damit Erfolg haben.

    Viele Grüße
    Volker

  8. Chapeau liebe Tina. Dem ist nichts hinzuzufügen. Deine Erklärungen und Begründungen treffen den Nagel in der Tat voll auf den Kopf.

    Ganz herzliche Grüße sendet Dir Matthias Schultze aus Hannover

  9. Liebe Tina,

    danke für den Artikel und die Erwähnung der apprico. Deine klaren Worte schätze ich schon immer. Deine Artikel in letzter Zeit sind so richtig aus dem Leben. Ich hoffe dass es auch die richtigen Leute lesen.

    Es ist natürlich eine Frage der Zeit und auch der Wertigkeit, die der Einzelne den sozialen Medien zuerkennt. Auch ich habe nur 24 Stunden am Tag und die Zeit ist bei mir auch manchmal knapper weil Projekte fertig werden müssen, aber da ich vom Wert meiner Social Media-Aktivitäten überzeugt bin, nehme ich mir die Zeit dazu – da reicht auch mal eine halbe Stunde am Tag.

    Lieben Gruß aus dem „wilden“ Süden
    Heike

    • Hallo Heike, ganz liebe Grüße aus Biberach nach Baden-Baden :-) Es geht nicht anders, man muss eben deutlich klar machen, das es so nicht geht.
      LG Tina

  10. Hallo Tina,

    danke für diesen Beitrag!

    „Wer nicht bereit ist, an seinem Erfolg zu arbeiten, wird niemals Erfolg haben!“
    So ist es wohl.

    Ich glaube auch, dass „Keine Zeit“ nur ein Vorwand ist, sich nicht tiefer damit beschäftigen zu müssen. Keine Zeit ist mehr eine Frage mangelnder Priorität. Wer von den Vorzügen von Social Media profitieren möchte, der muss auch etwas dafür tun.

    Liebe Grüße
    Sebastian

  11. Servus Tina,

    ich stimme Dir voll zu. Oftmals geht es bei Social Media aus Kundensicht tatsächlich nur um SEO (gerne bei Blogs) oder Traffic und Neukundengewinnung (gerne durch Blogs & soziale Netzwerke).

    Der Aufwand der aus Dienstleisterperspektive dahinter steckt bzw. dass man nicht alles ohne die Schaffung von Schnittstellen auslagern kann, ist vielen KMUs gar nicht klar. Entsprechend gibt es immer Diskussionen rund um Zeit-und Arbeitsaufwand.

    Vielleicht müssen aber auch Social Media Marketer das für Fachfremde einfach transparenter machen.

    Liebe Grüße

    Nicole

  12. Grüß Gott und Glückwunsch zu diesem passenden Beitrag! Wir sind noch ziemlich neu im Social Media Marketing aber dieser Artikel trifft es wohl am besten! Bisschen Zeit findet man immer wenn man gut strukturiert ist!

    Sonnige Grüße aus Regensburg vom Malermeister Baumer

    • Hallo Herr Braumer, vielen Dank für Ihr Feedback. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg in den sozialen Netzwerken. Mit dieser positiven Einstellung klappt es bestimmt. LG Tina Gallinaro

  13. Genau! Vortrefflich: Social Media in den beruflichen Alltag integrieren.
    Und: Engagement und Leidenschaft gehört genauso dazu wie Strategie, was viele Berater vergessen.

  14. Hallo Tina,

    ein sehr treffender Artikel. Vielen Unternehmen verstehen immer noch nicht, dass solche Aktivitäten auch gelebt werden müssen. Dieses kann kein externer Dienstleister übernehmen. Wer sich diesem Medium stellt sollte auch wissen, dass Leidenschaft und Persönlichkeit weitere Zutaten sind, um zum Erfolg zu kommen.

    Nette Grüße aus Dresden.

    Frank

  15. Hallo Tina

    Kommentare in Blogs schreibe ich sehr selten, weil ich immer das Gefühl habe, dass ich zu wenig neue Erkenntnisse beitragen kann.
    Hier danke ich erst mal ganz herzlich für die lobende Erwähnung meiner Kanzlei. Und das, obwohl ich auch keine Zeit für Social Media habe.

    Ich habe keinen eigenen Blog und auch keine Zig-tausend Kontakte, denen ich Links um die Ohren hauen könnte. Das habe ich aber auch nie als Ziel meiner Bemühungen gesehen. Ich wollte eine Informationsseite als eine Art Erweiterung meiner Webseite haben, die nicht so zeitaufwändig ist, wie ein eigener Blog. Das klappt auch ganz gut, weil man Inhalte von anderen teilen kann, sich also nicht zwingend ständig tolle Ideen abringen muss.

    Es wäre allerdings schön gewesen, wenn mir am Anfang jemand erklärt hätte, was bei Social Media beachtet werden muss, damit die Kommunikation klappt und damit die Seite nicht langweilige Eigenwerbung wird. So hätte ich eine lange Durststrecke vermeiden können.
    Gerade bei anderen Juristen fällt mir auf, dass die erst Unmengen Beiträge haben und dann plötzlich weg sind. Sicher liegt es dann nicht nur am Zeitaufwand, der ist eher der Vorwand, um wieder aufzuhören. Da könnte ein Dienstleister helfen, aber komplett alles übernehmen lassen geht bei juristischen Themen nicht.

    Viele Grüße aus Leipzig

    Dr. Cornelia Grüner
    Rechtsanwältin

    • Hallo Cornelia, vielen Dank für Dein Feedback. Viele Unternehmen haben das Durchhaltevermögen nicht und sind fast enttäuscht, wenn sich die ganzen Kontakte nicht sofort auf sie stürzen und mit ihnen interagieren. Dabei ist es so einfach. Geben und Nehmen, sich einfach darauf einlassen und sich untereinander austauschen. Weiterempfehlungen aussprechen und anstelle von einem Besenstil im Rücken auch mal locker sein! Ich mag Deine Art und die Postings sehr – mach einfach weiter so;-)
      LG Tina

  16. Liebe Tina,

    man kann es nicht besser sagen. Du sprichst mir voll und ganz aus dem Herzen.

    Beste Grüße aus Hannover,
    Gero

  17. Grundsätzlich meine volle Zustimmung zu diesem Beitrag. Nur eine Kleinigkeit:

    „Es bleibt immer eine halbe Stunde am Tag übrig, einen kurzen Blogbeitrag zu schreiben“

    Mit einer halben Stunde ist es für einen fundierten Blogbeitrag m.E. bei weitem nicht getan. Gut, wenn man etwas oberflächlich daherschreibt oder zufällig selbst Fachfrau/mann des jeweiligen Themas ist, dann vielleicht. Aber ein fundiert recherchierter Blogbeitrag dauert von der Planung bis zur Niederschrift, Korrektur und Veröffentlichung schon ein paar Tage in einem Unternehmen. Je größer, desto länger. Schon allein wegen der Abstimmungskette, der Befindlichkeiten von Kollegen, etc. Schön wäre es dann zudem, wenn man auch noch eine eigene Bebilderng statt die ewig gleichen Stockfotos erstellt.

    Wer sich gut in den sozialen Netzwerken aufstellen will, kommt um die ein oder andere Vollzeistelle im Unternehmen selbst nicht herum. Dann klappts auch mit der Zeit. 😉

  18. Einmal mehr ein toller Beitrag, liebe Tina,

    der mir aus der Seele spricht.
    Ich gehöre auch zu denen, die eigentlich keine Zeit haben.
    Ich bin freiberuflich tätig und Netzwerken kann ich nicht in unmittelbare Münze umrechnen.
    Doch wer so rechnen möchte, der liegt hier komplett falsch. Denn der Wert der Netzwerke liegt in diesen persönlichen Kontakten, den tollen Leuten und Informationen, die ich hier finden kann – so habe ich ja zum Beispiel auch dich und diesen für mich wertvollen Blog nur gefunden, weil ich tätlich diese halbe Stunde oder sogar mehr ins Netzwerken investiere.
    Die Vorteile liegen nicht seltem im Kleinen Feinen und finden sich nicht selten dort, wo man sie zunächst gar nicht vermutet hätte.
    Egal ob es sich dabei um Unterstützer handelt, die aus einer Ecke kommen, die man gar nicht als Ziegruppe definiert hätte, oder Kooperationsmöglichkeiten bzw. Angebote, die man so gar nicht selbst hätte erfinden können, Informationsperlen, die einem nur deshalb über den Weg rollen, weil man nicht nur die Augen offen hält, sondern immer wieder auch mal über den Teellerrand hinausschaut, indem man auch Leute beachtet, die nicht unmittelbar zum eigenen Wirkungskreis gehören usw.

    Und bitte, wie könnte auch ein Netzwerk funktionieren, in dem alle nur mit Hilfe von Externen ihre Postings absetzen, in der Hoffnung, dass jemand das liest und toll findet? Das wäre so ähnlich als wolle man Anrufbeantworter / Mailbox, mit Anrufbeantworter / Mailbox kommunizieren lassen.

    Und als regelmäßige Nutzerin weiß ich auch, wie wenig anziehend es ist, wenn jemand nur sich selbst präsentiert. Man fühlt sich von so jemanden doch total ignoriert. Da kann Netztwerken vielleicht sogar schädlich sein, weil es das Image womöglich verschlechtert.

    Dazu gehören auch die, die komplett auf Automatismen setzen. An so jemand bin ich vor einiger Zeit geraten. Nachdem ich gefolgt bin, bekam ich eine überschwengliche Direktnachricht, wies sehr man sich freue und auf einen anregenden Austausch gespannt sei usw. Alles in allem eine sehr nette, sehr persönlich klingende Antwort auf die ich entsprechend reagiert habe. Dann Funkstille, dann Enfolgen und das hat mich so geärgert, dass ich ebenfalls entfolgt habe.
    Kurze Zeit später folgten sie mir wieder und neugierig geworden, folgte ich ebenfalls. Und was passierte: Es kam die gleiche überschwengliche Direktnachricht wie beim ersten Mal und wie das erste Mal, kam die Bitte, auch bei Facebook ein Like zu setzen – was ich aber schon längst getan hatte.
    Alles also nur eine gefakte Automatenantwort. So katapultiert man sich ins Aus.
    Ich habe denen dann als Tweet geschrieben, dass man sich bei so einer Täuschung schon sehr dumm vorkommt, überhaupt geantwortet zu haben.
    Da hat dann einer reagiert udn was war die Antwort: Ja, man hätte leider zu wenig Zeit. Natürlich würde man viel lieber das Netzwerken persönlich pflegen, aber das ginge eben nicht immer so … blabla.

    Auf diese Art und Weise kann man echte Netzwerker einach nur vergraulen.
    Von daher ist die Aussage, dass man es lieber bleiben lässt, wenn man keine Zeit hat, nur doppelt und dreifach zu unterstreichen.

    VG
    Rosemarie

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