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Hier blogge ich rund um die Themen Social Media, Online Marketing und soziales Netzwerken.

Frühjahrsputz bei Twitter – Fake Follower entfernen

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 55 Sekunden

Frühjahrsputz bei Twitter – Fake Follower entfernen

Viele Follower bei Twitter haben – wer wünscht sich das nicht? Allerdings ist nicht alles Gold was glänzt und so sind Fake-Follower nicht gerade das Gelbe vom Ei. Diese Fake-Accounts schaden der eigenen Reputation mehr als das sie von Nutzen wären.
 
Leider nehmen es viele Unternehmen mit ihrem Twitter Account nicht all zu genau. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass sich Geschäftspartner und Kunden die Twitter-Accounts ebenfalls genauer ansehen. Wer auf Jobsuche ist und potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen möchte, sollte ebenfalls einen „sauberen“ Account haben.
 
Frühjahrsputz bei Twitter
 
Viele User sind stolz darauf und beinahe besessen davon, viele Follower an Bord zu haben. Unzählige Tools ermöglichen den automatisierten Follower Aufbau und dem Entfolgen von nicht zurück folgenden Usern. Somit braucht man sich selbst nicht mehr die Mühe machen, per Puzzle-Arbeit ausgewählten Leuten zu folgen.
 
Was auf den ersten Blick nach einer Arbeitserleichterung aussieht, ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer denn Twitter greift immer öfter rigoros durch. Mir sind jetzt schon mehrere Fälle bekannt geworden, wo man das Tool Tweepi eingesetzt hatte und kurze Zeit später von Twitter eine Sperre bekam. Als Grund zur Sperrung bekam der User Automatisierung vorgeworfen. So verschwinden nach einiger Zeit einige Twitter-Accounts wieder ins Nirwana.
 
Im Mai 2015 hat Twitter dem Tool Tweet Adder die API entzogen. Heiner Tenz, auch bekannt als ⇒ Deutsch-Tweetor hat dazu weiterführende Informationen. Zwischenzeitlich hat der Tweet Adder den Namen und die Dienstleistung geändert. Aus Tweet Adder wurde kurzerhand Follow Adder und man hat sich nun auf Instagram fokussiert. An Twitter´s Entscheidung ist definitiv nichts mehr zu machen und wie lange Instagram dies duldet, ungewiss!
 

Die Follower im Überblick behalten

 
Vor einiger Zeit habe ich das Tool ⇒ Crowdfire vorgestellt.
 
Mit Crowdfire kann man genau sehen, welche Follower seit Monaten inaktiv sind, wer wieder entfolgt ist und welche Follower neu hinzu gekommen sind. Crowdfire ist kostenlos, man kann aber auch upgraden (diese Überlegung ziehe ich ernsthaft in Erwägung, denn die kostenlose Variante ist für mich bereits eine wertvolle Hilfe!) Dennoch sollte man sich jeden einzelnen Accounts genau ansehen. Regelmäßige Pflege ist nun mal das A und O eines gesunden und aktiven Twitter-Accounts, denn so macht Twitter auch viel mehr Spaß!
 
Viele User verschicken per Crowdfire zur Begrüßung automatisierte Nachrichten an neue Follower. Erstens ist das nicht nur unpersönlich ohne Ende, man „unterhält“ sich auf diese Art und Weise sogar mit denen, die man eigentlich gar nicht an Bord haben möchte.
 

Worauf man bei seinen Followern unbedingt achten sollte

 
Zurückfolgen und persönliche Begrüßungen verschicken sollte aber nur dann stattfinden, wenn der neue Follower seinen Twitter Account ebenfalls pflegt. Hier sollte man nicht nur ein besonderes Augenmerk darauf legen, wer einem bei Twitter folgt, sondern sich auch mal dessen Follower ansehen. Denn die Follower zweiten Grades können die eigene Reputation extrem schädigen!
 
In mancher Timeline steppt ordentlich der Bär, da werde sogar ich stellenweise knallrot und ich bin garantiert nicht prüde oder verklemmt veranlagt. Locker flockig geht das horizontale Gewerbe seiner „Arbeit“ nach und kurze Videos zeigen sehr eindeutige Handlungen. Ebenfalls findet man Cam-Girls, Gays und Hausfrauen, die sich sogar Lebensmittel in sämtliche Öffnungen stecken und vollkommen ungeniert ihre Tweets absetzen. Von Manga-Orgien bis hin zum Hardcore ist alles vertreten.
 
erotikfollower
 
Ganz mulmig wird es einem zumute, wenn man „Follower“ findet, die sich mit Maschinengewehr und Pistole präsentieren und ihre Tweets in welcher Sprache auch immer absetzen. Die Liste der kuriosen Follower ist verdammt lang und es würde den Rahmen meines Beitrages sprengen, wenn ich auf nähere Einzelheiten eingehen würde..
 
Viele User bekommen es nicht mit oder ignorieren diese Postings einfach, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, ihre automatisierten Postings zu planen. Dabei gibt es bei Twitter extrem viele Unternehmen, die einen Ruf zu verlieren haben und mit solchen Profilen besser nicht in Verbindung gebracht werden sollten. Ich persönlich finde das mehr als beschämend, sogar extrem peinlich um genau zu sein.
 
Wie viele faule Eier gibt es?
 
Auch kann man nicht wirklich von aktiven Followern reden, wenn sich viele Accounts dort tummeln, die ihre Profile nicht mal ansatzweise ausgefüllt, geschweige ihre Tweets geschützt haben.
 
geschützte Tweets
 
Wenn sich solche Profile bei einem neuen Follower tummeln, folgen viele User definitiv nicht zurück. Immerhin muss man auf seinen eigenen Ruf achten, den man sich von gedankenlosen Followern garantiert nicht wieder kaputt machen lassen möchte. Diese Twitter-Accounts werden mehr schlecht als recht gepflegt und ich persönlich möchte mit meinen Followern einen recht zeitnahen Austausch auf Augenhöhe.
 
Wenn neue Follower nicht darauf achten oder es ihnen scheinbar egal ist, wer sich da so alles in der Timeline aufhält und was um sie herum passiert, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie ohne Vorwarnung blockiert werden und ihnen viele User nicht zurück folgen.
 
Soviel Zeit muss sein, dass man mal einen genauen Blick darauf wirft, welche Follower man hat. Solch fragwürdige Gestalten sollte man sofort melden und achtkantig aus der Kontaktliste werfen, indem man sie zusätzlich blockiert!
 
 

Wie man Fake Follower aufspüren kann

 
Tatsache ist, dass sich Fake Follower niemals für ein Produkt oder Dienstleistung interessieren und mit ihnen ist auch keine Interaktion möglich. Dazu habe ich in den letzten Wochen mal etwas recherchiert. Die Follower, die mir folg(t)en, wurden genau unter die Lupe genommen. Das hört sich jetzt nach Spionage der übelsten Art an, ist es aber nicht. Auch ich muss auf meinen Ruf achten!
 
Ich habe dazu einige Tools zum Auspüren von Fake-Followern ausprobiert und bevor ich diese Tools näher vor stelle, eine wichtige Anmerkung dazu:
 
Kein Tool kann manuelle Arbeit ersetzen
 
Man sollte IMMER überprüfen, um welche Follower es sich handelt. Kennt man Follower persönlich und kann für sie die Hände ins Feuer legen, kann man das Ergebnis unbesorgt ignorieren!
 
Bot or Not
 
BotAccounts
 
Bot or Not stuft die Automaten-Poster als Fake Accounts ein. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass viele von ihnen mit mehreren Accounts zeitgleich ihre Tweets rauswerfen und sich zugleich viele Follower zweiten Grades tummeln, wie schon oben erwähnt, die nicht wirklich als aktive Follower zu bezeichnen wären. Zudem stuft Bot or Not die Profile mit geschützten Tweets ebenfalls als Fake Follower ein. Insofern wird ein User, der diese Follower stillschweigend duldet, mit als Fake-Follower angesehen! Mitgefangen – mitgehangen!
 
Man kann nun entscheiden, ob man diesen Twitter Accounts entfolgt oder sie einfach auf stumm schaltet. Mein Tipp wäre: Entfolgen, wenn ohnehin kaum oder nur sehr spärliche Interaktion stattfindet. Immerhin möchte man sich zeitnah austauschen und nicht nur Werbung um die Ohren geblasen bekommen.
 
Der Fake Follower Check mit der Fakers App
 
Nach Angabe von Fakers App habe ich 0% Fakes an Bord und 44% meiner Follower sind inaktiv.
 
Fakers Score
 
So kann ich erkennen, dass 77% meiner Follower deutsch sprechen, 38% davon in den letzten 100 Tagen keinen Tweet abgesetzt und 11% weniger als 250 Follower haben. Das Tool Fakers App ist als kostenlose Version möglich und in dieser kostenlosen Version kann man bis zu 5 Mal checken, wie viele Fake Follower die Follower haben. In der kostenpflichtigen Version bekommt man Analyse-Funktionen angezeigt und kann vom Dashboard aus die Fake Follower blockieren.
 
TwitterAudit
 
TwitterAudit ermittelt eine Stichprobe von den Followern und so funktioniert es: Den Twitternamen oben in das Suchfeld eingeben. (zeitgleich bei Twitter angemeldet sein) Es öffnet sich ein Pop Up bei Twitter, um der Api von Twitter Audit die Erlaubnis zu erteilen und schon bekommt man das Ergebnis angezeigt.
 

Mein TwitterAudit Bericht vom 20. März 2016.

Mein TwitterAudit Bericht vom 20. März 2016.

 
Wie man hier im Bericht sehen kann, gibt mir das Tool einen Audit von 94%. Demnach habe ich 9168 echte Follower und 637 Fake-Follower. Ob diese Fakes in Verbindung mit ihren Followern zweiten Grades stehen, konnte ich meiner Recherche nach noch nicht endgültig feststellen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wie ein weiterer Check ergeben hat.
 
FakeFollowerzweitenGrades
 
Fazit: Man merkt anhand meines Beitrages, wie wichtig es ist, sein Twitter Profil regelmässig zu pflegen und auch mal genauer hin zu sehen, wer einem folgt.
 
Wie sieht es bei meinen Lesern aus? Welche Beobachtungen hast du mit deinen Followern machen können? Haben dich die hier angegebenen Ergebnisse genauso überrascht wie mich? Mit welchen Tools arbeitest Du? Ich freue mich über deinen Kommentar.
 
Hat dir der Beitrag gefallen? Dann würde ich mich freuen, wenn du ihn weiter empfehlen würdest.
 
tina-gallinaro-unterschrift
 
P.S. Falls Du mit deinem Twitter-Account auf Kriegsfuss stehst und Unterstützung benötigst, bitte scheue dich nicht, mich ⇒ anzusprechen. Zusammen rocken wir deinen Twitter-Account!
 

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17 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel. Da muss ich jetzt gleich mal meinen Twitter Account besuchen und schauen wer mir da alles folgt.

    • Hallo Normann, vielen Dank für Dein Feedback. Diese Kontrolle sollte man wirklich regelmäßig machen, denn irgendwann verliert man den Überblick und dann ist richtig Puzzle-Arbeit angesagt 😉
      LG Tina

  2. Sehr guter Beitrag!
    Ein sehr informativer Artikel über die negativen Wirkungen von ungepflegten Accounts. Kann ich nur jedem empfehlen!

    • Hallo Adi, vielen dank für Dein Feedback. Die Recherche dazu hat viel Zeit in Anspruch genommen und deswegen war ich einige Tage nicht so ganz aktiv wie sonst bei Twitter unterwegs. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für Deine Unterstüzung.
      LG Tina

  3. Tz, auf was man alles achten sollte. Ich bin erschüttert. :)
    Danke für den Artikel, der hilft mir weiter!

    Gruß Pit

    • Hallo Pit, ja, es ist manchmal erstaunlich was man so alles ans Tageslicht holt. Viel Erfolg beim Entrümpeln. :-)
      LG Tina

  4. Vielen Dank für den klasse Artikel! Ich werde den jetzt erst einmal ein wenig sacken lassen und dann schauen, was ich davon für mich umsetzen kann.

    • Hallo Mic, vielen Dank für Dein Feedback. Die Osterfeiertage bieten sich ja perfekt an, seinen Twitter-Account zu entrümpeln 😉
      Schöne Feiertage Dir und Deiner Familie.
      LG Tina

  5. Hey Tina!

    Danke noch für die Erwähnung! :-)

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß Twitter von Zeit zur Zeit selber die Fakes entrümpelt. Allerdings ist dies nicht immer ein Garant. Es kann dennoch sein, daß Fakeprofile man in seiner Follower-Gemeinde hat.
    Die bekannten Tools wie Crowdfire oder auch statusbrew.com (hieß früher unfollowers.com) bieten auch gute Filter an.
    Aber selbst bei diesen Filter rutscht der eine oder andere Fake-Account noch durch. Deshalb könnte evtl auch meine Infografik weiterhelfen.

    Gruß Alex

    • Hallo Alex, man ist wohl niemals 100% tig sicher vor Fakes, aber wenn man wenigstens weiß, wie man diese stark eindämmen kann, ist man schon ein großes Stück weiter!
      LG Tina

  6. Hallo Tina,

    ein sehr interessanter Artikel, ich habe gleich mal Twitter Audit ausprobiert und bin auf 97% gekommen. Nun werde ich noch versuchen, meine restlichen Fakes aufzuspüren, wobei ich – wenn ich da laut deinem Artikel aber wohl recht gut dastehe und das jetzt in Ruhe angehen kann.

    Deinen Artikel finde ich aber so wertvoll, wie ein paar andere auch, dass ich die in meinen Linkliste aufgenommen habe, die vor einiger Zeit im Rahmen einer Twitter-Blogparade entstanden ist.
    Drei deiner Artikel finden jetzt also hier eine Erwähnung (unter Punkt 12): http://www.rosemarie-benke-bursian.de/%C3%BCber-mich/interviews-u-a-befragungen/blogparade-zu-twitter/

    Und ab sofort werde ich gerne deinen Blog weiter verfolgen :-)

    Viele Grüße
    Rosemarie

    • Hallo Rosemarie, vielen dank für Dein ausführliches Feedback und für die Verlinkung in deinem Beitrag. Es freut mich immer wieder, wenn ich solche Rückmeldungen bekomme und werde natürlich auch weiter fleissig bloggen. 😉
      LG Tina

  7. Hallo Tina,
    ich freue mich immer sehr, wenn ich so inhaltsreiche Blogs finde und finde es wichtig, dass auch zu kommentieren. Denn genau das ist ja der Plan – dass du weiter so fleißig bloggst :-)
    Ja, tatsächlich meine ich, dass man gute Blogger nicht genug bestärken kann, schließlich ist das alles ganz schön viel Arbeit und wofür sollte man sich das antun, wenn andere das nicht wahrnehmen, nichts mit anfangen können?
    Ich profitiere inzwischen sehr von solch infprnativen Blogs, dass sie zum festen Bestandteil meiner Recherchen geworden sind. Ich wollte all diese Blogs nicht mehr missen – deiner gehört dazu – und so meine ich, das mindeste, was man tun kann, das auch als Feedback zu geben.

    Und gerne gebe ich diese Infos dann auch wieder weiter, weil man sich ja im Netz auch „wundsuchen“ kann, um an gute Artikel zu kommen. Daher kann jeder User ja dazu beitragen, dass gute Blogs sich schnell verbreiten.
    Ist also auch reiner Eigennutz, wenn ich deinen Blog lobe und verbreite :-)

    LG
    Rosemarie

    • Hallo Rosemarie, Du hast mir gerade mit deinem wirklich wertvollem Feedback Futter für einen neuen Beitrag geliefert. Meine grauen Zellen rattern schon und dafürbedanke ich mich recht herzlich bei Dir. You´re simply the Best :-)
      Ja, es ist ja wirklich so, dass man oft stundenlang googeln muss, um annähernd an die Infos zu kommen, die man braucht. Oftmals verspricht die Überschrift mehr als der Beitrag dann hergibt und so sucht man weiter..
      LG Tina

  8. Hallo Tina,

    das freut mich ja sehr, dass ich dich nun auch noch inspirieren konnte und bin schon sehr gespannt auf deinen Artikel.

    Ja, ich habe mittlerweile eine schöne Anzahl an Blogs unter „Beobachtung“, die ich regelmäßig aufsuche. Nicht zuletzt geben die meist mit weiterführenden Links noch zusätzliche Hilfe, ein Thema zu vertiefen.

    Und das schöne ist, man muss selten studiert haben, um auch komplexe Themen zu verstehen. Denn gute Blogger investieren viel, um laienverständlich zu schreiben.

    So habe ich mich beispielsweise über diverse Blogs viel besser in das Thema SEO einarbeiten können als mit Hilfe von Experten.
    Und was habe ich durch Blogger schon für tolle Tools entdeckt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    LG
    Rosemarie

  9. Danke für den Artikel. Ich werde die Tipps diese Woche noch umsetzen.

  10. Wunderschöner Beitrag! Ich hab das heute gemacht!

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